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Assassinat de Rosa Luxemburg. Ne pas oublier!

Le 15 janvier 1919, Rosa Luxemburg a été assassinée. Elle venait de sortir de prison après presque quatre ans de détention dont une grande partie sans jugement parce que l'on savait à quel point son engagement contre la guerre et pour une action et une réflexion révolutionnaires était réel. Elle participait à la révolution spartakiste pour laquelle elle avait publié certains de ses textes les plus lucides et les plus forts. Elle gênait les sociaux-démocrates qui avaient pris le pouvoir après avoir trahi la classe ouvrière, chair à canon d'une guerre impérialiste qu'ils avaient soutenue après avoir prétendu pendant des décennies la combattre. Elle gênait les capitalistes dont elle dénonçait sans relâche l'exploitation et dont elle s'était attachée à démontrer comment leur exploitation fonctionnait. Elle gênait ceux qui étaient prêts à tous les arrangements réformistes et ceux qui craignaient son inlassable combat pour développer une prise de conscience des prolétaires.

Comme elle, d'autres militants furent assassinés, comme Karl Liebknecht et son ami et camarade de toujours Leo Jogiches. Comme eux, la révolution fut assassinée en Allemagne.

Que serait devenu le monde sans ces assassinats, sans cet écrasement de la révolution. Le fascisme aurait-il pu se dévélopper aussi facilement?

Une chose est sûr cependant, l'assassinat de Rosa Luxemburg n'est pas un acte isolé, spontané de troupes militaires comme cela est souvent présenté. Les assassinats ont été systématiquement planifiés et ils font partie, comme la guerre menée à la révolution, d'une volonté d'éliminer des penseurs révolutionnaires, conscients et déterminés, mettant en accord leurs idées et leurs actes, la théorie et la pratique, pour un but final, jamais oublié: la révolution.

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Avec Rosa Luxemburg.

1910.jpgPourquoi un blog "Comprendre avec Rosa Luxemburg"? Pourquoi Rosa Luxemburg  peut-elle aujourd'hui encore accompagner nos réflexions et nos luttes? Deux dates. 1893, elle a 23 ans et déjà, elle crée avec des camarades en exil un parti social-démocrate polonais, dont l'objet est de lutter contre le nationalisme alors même que le territoire polonais était partagé entre les trois empires, allemand, austro-hongrois et russe. Déjà, elle abordait la question nationale sur des bases marxistes, privilégiant la lutte de classes face à la lutte nationale. 1914, alors que l'ensemble du mouvement ouvrier s'associe à la boucherie du premier conflit mondial, elle sera des rares responsables politiques qui s'opposeront à la guerre en restant ferme sur les notions de classe. Ainsi, Rosa Luxemburg, c'est toute une vie fondée sur cette compréhension communiste, marxiste qui lui permettra d'éviter tous les pièges dans lesquels tant d'autres tomberont. C'est en cela qu'elle est et qu'elle reste l'un des principaux penseurs et qu'elle peut aujourd'hui nous accompagner dans nos analyses et nos combats.
 
Voir aussi : http://comprendreavecrosaluxemburg2.wp-hebergement.fr/
 
21 décembre 2018 5 21 /12 /décembre /2018 19:25
Revolution“ – Warum Luxemburg und Liebknecht ermordet wurden. Une analyse et un des derniers textes de Annelies Laschitza

 

„Sie verkörperten die Revolution“ – Warum Luxemburg und Liebknecht ermordet wurden

Sie haben nur eine geringe Rolle bei den Ereignissen und Aktivitäten in der Novemberrevolution 1918 und darauf gespielt. Dennoch haben die Gegenkräfte gerade sie ins Visier genommen: Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Beide Sozialisten haben das mit dem Leben bezahlt. Die Gründe dafür hat die Historikerin Annelies Laschitza im Gespräch erläutert.„Es wäre alles genauso verlaufen, wenn es sie gar nicht gegeben hätte.“ So schätzte der Historiker Sebastian Haffner 1969 in seinem Buch "Die cerratene revolution" die Rolle von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in den Ereignissen in Deutschland ab dem 9. November 1918 ein. Beide hätten „wenig oder nichts“ dazu beigetragen und mit ihren mündlichen und schriftlichen Agitationen und Aufklärungen nichts bewirkt, so Haffner. „Sie waren nicht die Führer einer deutschen bolschewistischen Revolution, nicht die Lenin und Trotzki Deutschlands.“ Sie hätten das auch gar nicht sein wollen.Doch beide verkörperten „wie niemand sonst in den Augen von Freund und Feind die deutsche Revolution“, schrieb Haffner, was wohl bis heute gelten kann. Für die Historikerin Annelies Laschitza ist der Mord an Luxemburg und Liebknecht der Gegenbeweis für die Behauptung, dass die beiden linken Sozialdemokraten – kurz vor ihrem gewaltsamen Tod Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) – auf das reale Geschehen einflusslos gewesen seien.

 

Durch die Revolution befreit

Laschitza (Jahrgang 1934) beschäftigt sich seit etwa 50 Jahren mit dem, was die Politikerin und Theoretikerin Rosa Luxemburg an Texten und Schriften sowie Spuren hinterlassen hat. Laschitza ist die renommierteste Expertin zu dem Thema und kann auf zahlreiche Publikationen verweisen, so auf die Mitherausgeberschaft der "Gesammelte Werke" von Rosa Luxemburg, so 2018 mit dem ersten und zweiten Halbband von Band 7 der Werksausgabe.

Luxemburg war erst am 9. November 1918 aus der „Schutzhaft“ in der Festung Breslau entlassen worden. Schon deshalb konnte sie keinen aktiven Einfluss auf die damaligen Geschehnisse nehmen. „Die Revolution in Breslau hat sie aus ihrem Gefangenen-Dasein befreit“, so Laschitza. Sie habe zuvor in mehreren Briefen an ihre Freundinnen bedauert, dass Philipp Scheidemann, SPD-Minister in der letzten kaiserlichen Regierung, per Anordnung nur Karl Liebknecht und andere politische Gefangene Ende Oktober, aber nicht sie entließ.

Der Weg nach Berlin sei für Luxemburg noch beschwerlich gewesen, da das Auto, das sie abholen sollte, es nicht rechtzeitig nach Breslau schaffte. So sei die Sozialistin allein mit dem Zug in die deutsche Hauptstadt gefahren – und habe deshalb all ihre Unterlagen in Breslau zurücklassen müssen. Nach diesen werde bis heute gesucht, erzählte Laschitza.

 

Wirkung durch das Wort

Luxemburg habe dann in Berlin sofort die Redaktion der „Roten Fahne“ aufgesucht, wo sie begonnen habe, die revolutionären Ereignisse zu analysieren und per Wort zu begleiten. Aber sie sei weit mehr als Liebknecht von der Festungshaft gesundheitlich geschwächt gewesen. Gleichzeitig konnte sie wegen des ganzen Trubels der Revolution sowie aus Sicherheitsgründen nicht in ihre Wohnung einkehren.

In Berlin habe sie dann vor allem Artikel für die „Rote Fahne“, damals Zeitung des Spartakus-Bundes, geschrieben. Das habe aber kaum Massenwirkung gehabt, so die Historikerin. „Die große Enttäuschung ist am 16. Dezember 1918 der Reichsrätekongress, wo Luxemburg und Liebknecht nicht zugelassen werden. Sie haben versucht, wenigstens reden zu können, obwohl sie nicht delegiert waren. Sie hatten gewiss unter einigen der Delegierten ihre Anhänger, konnten aber nicht reden.“

Die mündliche Agitation in den Novemberereignissen habe vor allem Liebknecht gemacht, so Laschitza. Luxemburg sei seit dem 9. November so gut wie nie öffentlich aufgetreten. Sie habe nur über die „Spartakusbriefe“ und die „Rote Fahne“ wirken können, sowie über viele Briefe an andere aktive Linke.

Die jungen Anhänger des Spartakus-Bundes seien von den Beiträgen der Sozialistin begeistert gewesen, berichtete die Historikerin. „Aber diese jungen Leute waren dann auch dominant bei den Beschlüssen des KPD-Parteitages vom 30. Dezember 1918 bis zum 1. Januar 1919 über den Boykott der Nationalversammlung.“

 

Umfassenderer Demokratiebegriff

Dies müsse aber nicht als schlimm angesehen werden, schrieb Luxemburg am 11. Januar 1919 an Clara Zetkin. Es sei eine „frische Generation, frei von den verblödenden Traditionen der ‚alten bewährten‘ Partei – und das muss mit Licht- und Schattenseiten genommen werden“. Sie hätten „alle einstimmig beschlossen, den Casus nicht zur Kabinettsfrage zu machen und nicht tragisch zu nehmen“.

Luxemburgs Demokratiebegriff, der umfassender war, als ihr unterstellt wurde, sei von ihren Anhängern nicht aufgegriffen worden. Sie habe sich eine demokratische Republik vorgestellt, die nicht über Barrikadenkämpfe entsteht. Im „Spartakusprogramm“ habe sie geschrieben: „Die Masse des Proletariats ist berufen, nicht bloß der Revolution in klarer Erkenntnis Ziele und Richtung zu stecken. Sie muss auch selbst, durch eigene Aktivität Schritt um Schritt den Sozialismus ins Leben einführen. Das Wesen der sozialistischen Gesellschaft besteht darin, dass die große arbeitende Masse aufhört, eine regierte Masse zu sein, vielmehr das ganze politische und wirtschaftliche Leben selbst lebt und in bewusster freier Selbstbestimmung lenkt.“

Als Liebknecht im Januar 1919 dann zum Sturz der Regierung aufrief, habe Luxemburg das als verfrüht eingeschätzt. Das hing laut Laschitza mit den grundlegenden Auffassungen der Sozialistin, orientiert an der Idee des Volksaufstandes und des Massenstreikes, zusammen. Es könne nicht irgendein Komitee oder Vorstand beschließen, wie das zu laufen habe, auf die konkrete Situation der Gegensätze käme es an.

 

Treue zur Sozialdemokratie als Hemmnis

Luxemburg habe die Ereignisse in Deutschland ab November 1918 als Revolution eingeschätzt, sagte die Historikerin, „als revolutionäres Aufbegehren der Massen“. Aber sie habe Zweifel gehabt: In Russland habe sie die Fehler der Bolschewiki 1917 darin gesehen, dass diese die Revolution einengten, indem sie alles bestimmen wollten.

„In Deutschland sah sie das große Hemmnis in der tief sitzenden Treue zur deutschen Sozialdemokratie: Alles, was deren Vertreter sagen, wird wortwörtlich genommen. Sie hat mal im Vergleich der revolutionären Vorgänge beider Länder geäußert: In beiden war es nicht der richtige Zeitpunkt, schon zur sozialistischen Revolution überzugehen. Für die sozialistische Revolution waren aus ihrer Sicht die objektiven Bedingungen nicht gegeben.“

Bei der heutigen Debatte um die Nachhaltigkeit dessen, was die Sozialistin hinterließ, sei ihre Enttäuschung über die Massen zu beachten, hob die Historikerin hervor. Luxemburg habe den Beginn des Ersten Weltkrieges schwer verkraftet: „Diese Zustimmung und dieses Abreisen der jungen Rekruten, die vorwiegend aus sozialdemokratischen Familien kamen. Millionen waren in Bewegung geraten. Das hat sie noch einmal am Ende des Krieges bewegt, dass es den Massen vor allem zunächst um Frieden und Sicherheit ging, dass sie nicht wieder in den Schützengraben müssten.“

 

Kapitalismus beim Namen genannt

Für Luxemburg ging es laut Laschitza um mehr, so um die sozialen Rechte, die erkämpft werden müssten, und darum, sich von den reaktionären Kräften abzugrenzen, die wieder die Militärs und Rüstungsproduzenten verschonen wollten und verschonten. Ihr sei noch in der Festung Breslau klar geworden, dass es sich bei den Ereignissen in Deutschland nicht um das Ideal der sozialistischen Revolution handeln könne.

Trotz des geringen konkreten Einflusses auf die Ereignisse in Deutschland 1918/19 sind Luxemburg und Liebknecht ins Visier ihrer Gegner geraten, weil diese sich von den beiden Sozialisten am stärksten angegriffen fühlten. Dessen ist sich die Historikerin sicher. Deshalb seien beide am 15. Januar 1919 ermordet worden. Schon zuvor, Ende 1918, hatte es Mordaufrufe und entsprechende Versuche gegeben.

„Luxemburg hat immer gesagt: Krisen, Kriege und Konflikte wird es so lange wie das kapitalistische System geben. Sie hat sozusagen immer frontal angegriffen.“ Das falle den gegenwärtigen Linken eher schwer, fügte die Historikerin hinzu. „Sie haben Ross und Reiter genannt“, beschrieb sie das Wirken von Luxemburg und Liebknecht.

Das habe ihre Gegner noch stärker aufgebracht als zum Beispiel das reale Handeln von Richard Müller. Der war führender Kopf der Revolutionären Obleute, die vor allem in Berlin zu den radikalsten aktiven Kräften gehörten. Müller überlebte das Geschehen und schrieb später Bücher darüber.

Laschitza erinnerte sich an den internationalen Historikerkongress in San Fransisco 1975. Auf diesem hatte sie gemeinsam mit ihren Kollegen Horst Bartel und Walter Schmidt ein Referat über das Verhältnis der Arbeiterklasse zu Reform und Revolution eingereicht. Dort sei von Teilnehmenden gesagt worden, Luxemburg und Liebknecht seien ohne Einfluss und ohne klare Konzeption gewesen. „Ich habe sie frappiert mit der Frage: Wieso können Sie dann über die Rechtfertigung des Mordes an den beiden sprechen, wenn sie so einflusslos und konzeptionslos waren? Alles hat getobt mit Beifall. Eine Antwort gab es natürlich nicht.“

 

 

Die Furcht der Herrschenden

Die Herrschenden haben nach Meinung der Historikerin gefürchtet, dass die aufgebrachten Massen, schon seit dem Januarstreik im Jahr 1918, eventuell doch zu schärferen Formen der Auseinandersetzung greifen könnten. Den Revolutionären sei immer unterstellt worden, dass es von friedlicher zu gewalttätiger Demonstration „eine Klitzekleinigkeit“ sein kann.

„Es ist ja lächerlich zu sagen: Wir müssen die Bevölkerung vor Rosa Luxemburg schützen. Das war der offizielle Ton auf die Eingabe, mit der alle Vierteljahre beantragt werden konnte, die Schutzhaft aufzuheben. Die Gefahr besteht nach wie vor, war die behördliche Antwort.“

Durch ihr gesamtes Verhalten in den vorhergehenden Jahrzehnten seien Luxemburg und Liebknecht zu Symbolen der Ereignisse 1918 geworden, auch wenn sie auf diese selbst wenig Einfluss hatten, meint die Luxemburg-Biographin. „Das ist das Bittere, dass die Sozialdemokratie so tut, als wenn es die beiden nicht in ihren Reihen gegeben hat. Rosa Luxemburg war eine angehimmelte Lehrerin der Zentralen Parteischule der SPD, seit 1907! Im ‚Vorwärts‘ hatte sie als Chefredakteurin die russische Revolution 1905 wie eine Zeithistorikerin erfasst.“

 

Gegen Bündnis mit alten Eliten

Zur Rolle der Sozialdemokratie in der Novemberrevolution in Deutschland erinnerte die Historikerin daran, dass die Entscheidungen nicht von den Parteimitgliedern an der Basis getroffen wurden, sondern von führenden Vertretern wie Friedrich Ebert, Philipp Scheidemann und Gustav Noske. Hinzu seien die „mehr oder weniger lavierenden“ Karl Kautsky und Hugo Haase gekommen. Während die beiden letzteren mit der USPD zur alten sozialdemokratischen Strategie und Taktik zurückkehren wollten, hätten die drei MSPD-Vertreter das Bündnis mit den alten Eliten gesucht und gestärkt.

„Sie haben nicht begriffen, dass die alten Eliten unbrauchbar sind für die neue Demokratie. Das ist das große Problem in der Führungsebene der deutschen Sozialdemokratie, der Mehrheits-Sozialdemokratie, zu dieser Zeit. Dagegen haben Luxemburg und Liebknecht gekämpft: Es darf kein Bündnis mit den alten Gewalten geben!“

Laschitza wies darauf hin, dass die beiden ermordeten Sozialisten nur für Linke zu „Lichtgestalten der Revolution“ wurden. Aus Sicht des bürgerlichen Historikers Haffner waren sie Symbole der Revolution – „und mit ihnen erschlug man die Revolution“. Er schätzte ein, „dass diese Episode das eigentliche geschichtsträchtige Ereignis des deutschen Revolutionsdramas gewesen ist“.

 

Annelies Laschitza: Sich treu bleiben und heiter sein", Rosa-Luxemburg-Forschungsberichte Heft 14, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen 2018

 

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11 novembre 2018 7 11 /11 /novembre /2018 00:53
8 novembre 1918 - Rosa Luxemburg sort de prison - Le même jour, elle écrit à Paul Löbe "Vous pouvez me joindre, maintenant à toute heure, la nuit ou demain avant la réunion publique. Il est absolument essentiel que nous nous mettions d'accord avant la manifestation."

Lettre à Paul Löbe

Breslau, 8 novembre 1918

 Je suis dans le bureau des travailleurs du transport au 23 de la Rossplatz. Vous pouvez me joindre, maintenant à toute heure, la nuit ou demain avant la réunion publique. Il est absolument essentiel que nous nous mettions d'accord avant la manifestation.

 

(GB - Tome 5 - P. 414 - Traduction DVP)

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9 novembre 2018 5 09 /11 /novembre /2018 18:26
Document audio des archives fédérales. Notes de Noske - 9 novembre 1918
Notizen von Gustav Noske

19.03.2018

Öffentlichkeitsarbeit

Gustav Noske, 1928

Notizen von Gustav Noske zur Sitzung der SPD-Fraktion am 9. November 1918, N 1046/

https://weimar.bundesarchiv.de/WEIMAR/DE/Content/Audios/Lesung/Teil1-5.html

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29 octobre 2018 1 29 /10 /octobre /2018 12:43
Matelots manifestant à Kiel, 1918 © dpa - Bildarchiv

Matelots manifestant à Kiel, 1918 © dpa - Bildarchiv

Fin octobre 1918, les marins de Kiel et de Wilhelmshaven refusent d’appareiller pour une dernière bataille contre la flotte britannique, la « Grand Fleet ». En l’espace de quelques jours, cette mutinerie prend de l’ampleur et se transforme en un mouvement révolutionnaire qui se propage dans toute l’Allemagne et qui aboutira à la chute de la monarchie et à l’instauration d’une république démocratique.

 

Un armistice est déjà en cours de négociation lorsqu’en octobre 1918, l’État-major de la Marine sous le commandement de l’amiral Scheer ordonne à la flotte de haute mer de tenter une dernière offensive en Mer du Nord. Cette ultime bataille de la flotte allemande ne présente aucun intérêt militaire mais les amiraux responsables préfèrent voir leurs navires couler « avec les honneurs » plutôt que de devoir les remettre aux alliés en vertu de l’accord de cessez-le-feu qui ne saurait tarder.

 

Comme ni le commandement en chef de l’armée de terre, ni l’Empereur, commandant suprême des forces armées, ne sont informés du projet, cette action envisagée par le commandement de la marine constitue un acte de rébellion et aurait dû valoir à ses auteurs des poursuites en vertu de la loi martiale. La mutinerie des amiraux est toutefois tombée dans l’oubli parce qu’elle est suivie d’une autre révolte bien plus importante, celle des matelots, qui débute le 29 octobre lorsque les marins de la flotte de haute mer, à l’ancre devant Wilhelmshaven, refusent d’appareiller pour engager la bataille.

 

Le commandement de la marine revient très vite sur son projet mais ordonne la mise aux arrêts de plus de 1000 mutins et le transfert de certains bâtiments de la flotte dans l’estuaire de l’Elbe et à Kiel. Cette décision, qui aurait dû en principe mettre fin à la mutinerie, contribue au contraire à amplifier le mouvement de révolte des matelots. En effet, les équipages cantonnés à Kiel tentent d’imposer la libération des marins mis aux arrêts en refusant de prendre leur service et en organisant des manifestations. Lors de la manifestation du 3 novembre, des échanges de tirs font plusieurs morts. Le mouvement de protestation se durcit et bientôt les matelots sont rejoints par des ouvriers des chantiers navals en grève. Le 4 novembre, ils constituent un conseil d’ouvriers et de soldats. Très rapidement, les mutineries se transforment en un mouvement révolutionnaire ayant pour objectif de renverser l’ordre établi.

Octobre 1919 - Kiel

Le gouvernement du Reich envoie à Kiel le député Gustav Noske (SPD) et le secrétaire d’Etat Conrad Haussmann (libéral) afin de « juguler les masses » (Friedrich Ebert) et de canaliser le mouvement. Mais il est trop tard : les masses ne se laissent plus juguler. Au contraire : à partir du 6 novembre, la révolution s’étend comme une flambée ; partie des villes côtières allemandes, elle couvre bientôt presque tout le territoire du Reich. Dans la Ruhr, en Rhénanie et dans la région Rhin-Main, des conseils d’ouvriers et de soldats se mettent en place. Ils assurent dès lors eux-mêmes le maintien de l’ordre après avoir renvoyé les autorités civiles et militaires locales dans leurs pénates. Le mouvement ne rencontre aucune résistance tant le système politique du Reich se désagrège à l’approche de la défaite. Le tournant est d’autant plus facile à prendre que seule une petite partie des conseils d’ouvriers soutient l’extrême gauche qui souhaite utiliser la révolte pour instaurer un État communiste. Une part bien plus importante des conseils coopère en fait avec les représentants locaux de la majorité sociale-démocrate.

Noske

Noske

Au cours des jours qui suivent, on voit s’affirmer des revendications sociales et politiques visant à une réorganisation en profondeur de la situation allemande. Le principal résultat du mouvement, c’est l’abdication de l’Empereur. On peut dire qu’en réalité il a été destitué car dès le 9 novembre, le social-démocrate Philipp Scheidemann proclame la République depuis le balcon du Reichstag alors que Guillaume II n’a pas encore signé son abdication. Mais la gauche modérée, conduite par Ebert, Scheidemann et Noske, sait déjà que seule l’instauration d’une république démocratique pourra éviter que les masses ne rejoignent les mouvements beaucoup plus à gauche constitués autour de Karl Liebknecht et Rosa Luxemburg.

Octobre 1919 - Kiel

Occupés par ces troubles, les Allemands en oublient presque qu’ils sont en guerre et leurs adversaires savent parfaitement à quoi s’en tenir. Depuis le début de la révolte de Kiel, ils sont certains que la République allemande ne pourra en aucun cas poursuivre la guerre. C’est cette certitude qui conduira à un armistice dont les conditions équivalent à une capitulation sans condition du Reich allemand. Dans l’historiographie communiste, la révolte de Kiel sera célébrée comme l’action déterminante d’un « prolétariat doté d’une conscience de classe » qui voulait mettre un terme à la « guerre impérialiste ». Aujourd’hui, la révolte des matelots de Kiel apparaît plutôt comme un mouvement de masse spontané et diversifié, qui a réussi parce qu’absolument plus personne en Allemagne ne croyait encore à une possible victoire.

 

Source : http://www.14-des-armes-et-des-mots.fr/page/fr/place/kiel/

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23 octobre 2018 2 23 /10 /octobre /2018 10:53
Chronologie de la révolution en Allemagne
Chronologie: Révolution allemande de 1918

Voici votre chronologie en 38 dates

 

 

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13 octobre 2018 6 13 /10 /octobre /2018 11:18
Archives sonores Wolgang Abenroth. Januarkämpfe und Wahlen.

https://wolfgangabendroth.org/2017/12/10/januarkaempfe-und-wahlen-zur-nationalversammlung-1919/

 

Die Januar-Kämpfe 1919 schlossen die erste Revolutionsperiode ab. Sie führte zu einer tiefen Verbitterung zwischen den Arbeiterparteien.

 

In diesem Teil seiner Vorlesung widmet sich Abendroth dem Moment der Trennung der sozialdemokratischen und kommunistischen Arbeiterbewegung mit den Januarkämpfen 1919. (“Spartakusaufstand“). Aus diesen Kämpfen ergab sich die Trennung der Arbeiterbewegung, die für Abendroth zum Lebensthema wurde. Er erlebte als junger Aktivist mit, wie die nun gespaltene Arbeiterbewegung die aufkommende faschistische Gegenrevolution nicht mehr aufhalten konnte.

Die Eskalation zwischen den Flügeln der Arbeiterbewegung bereitete sich über mehrere Etappen vor. Abendroth verweist auf das Zusammenschießen der Demonstration in Berlin am 6. Dezember 1918 und dem Putschversuch zugunsten von Friedrich Ebert. Auch die Niederschlagung der Volksmarinedivision und die Absetzung des Berliner Polizeipräsidenten Emil Eichhorn am 4. Januar 1919 ließen den Konflikt eskalieren.

Abendroth skizziert die Entwicklung, mit ihren spontanen Großdemonstrationen. Die kommunistische Bewegung hatte keine politische Strategie und schätzte die Kräfteverhältnisse falsch ein. Die verschiedenen Gruppierungen innerhalb der jungen Kommunistischen Partei konnten sich über das weitere Vorgehen nicht einigen.

Da war die alte Spartakusgruppe aus der USP, die sich zur Kommunistischen Partei gebildet hatte, unter der Führung von Paul Levi, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Diese Gruppe hatte für Abendroth von Beginn an ein Handicap: In einem für Abendroth „illusionistischen“ Parteitagsbeschluss, hatte sich die Basis gegen die Führung der KPD dazu entschlossen, nicht an den Wahlen zur Nationalversammlung teilzunehmen. Für Abendroth bestand die Illusion darin, dass die Basis glaubte, so die Wahlen verhindern zu können. Stattdessen hatte sich die KPD so aus der politischen Beteiligung ausgeschalten. Und es kam noch schlimmer: Die KPD verprellte sich wichtige Bündnispartner. Nach dem Parteitagsbeschluss blieben die Revolutionären Obleute in der USP und die Spartakusgruppe war politisch geschwächt.

Angesichts dieser Kräfteverhältnisse, plädierte die Führung der KPD dafür, sich in der Auseinandersetzung um die Absetzung des Polizeipräsidenten Emil Eichhorn mit einer Demonstration für Eichhorn zu begnügen. Doch die für Abendroth politisch unerfahrene Basis suchte den Kampf. Die mehrheitssozialdemokratische Regierung ergriff die Chance, den Bürgerkrieg gegen die Berliner Arbeiterklasse zu eröffnen.

So kam es zum Blutbad an den Berliner Arbeitern bei dem fast die gesamte Führung der linken Arbeiterbewegung am 15. Januar ermordet wurde; darunter Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Die Regierung und die Presse proklamierten, Luxemburg und Liebknecht seien auf der Flucht erschossen worden. Wie Abendroth betont, war das eine bewusste Lüge der MSPD-Regierung um die Mörder zu decken.

Nur vier Tage später fanden die Wahlen zur Nationalversammlung statt. Die linken Arbeiter nahmen nicht mehr an den Wahlen teil und die Arbeiterparteien erhielten zusammen nur noch 45% der Wählerstimmen. Die Arbeiter und zurückkehrenden Soldaten wiegten sich dennoch in dem Glauben, die Republik sei gesichert und alle politischen Kräfte, auch das Zentrum und die Deutschen Demokraten, wollten den Sozialismus.

In jedem Fall war nach den Wahlen zur Nationalversammlung die erste Phase der Weimarer Republik abgeschlossen.

 

Weiterlesen

Wolfgang Abendroth (1997): Einführung in die Geschichte der Arbeiterbewegung, Bd. 1, 2. Auflage, Heilbronn, 182ff.

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Grève de masse. Rosa Luxemburg

La grève de masse telle que nous la montre la révolution russe est un phénomène si mouvant qu'il reflète en lui toutes les phases de la lutte politique et économique, tous les stades et tous les moments de la révolution. Son champ d'application, sa force d'action, les facteurs de son déclenchement, se transforment continuellement. Elle ouvre soudain à la révolution de vastes perspectives nouvelles au moment où celle-ci semblait engagée dans une impasse. Et elle refuse de fonctionner au moment où l'on croit pouvoir compter sur elle en toute sécurité. Tantôt la vague du mouvement envahit tout l'Empire, tantôt elle se divise en un réseau infini de minces ruisseaux; tantôt elle jaillit du sol comme une source vive, tantôt elle se perd dans la terre. Grèves économiques et politiques, grèves de masse et grèves partielles, grèves de démonstration ou de combat, grèves générales touchant des secteurs particuliers ou des villes entières, luttes revendicatives pacifiques ou batailles de rue, combats de barricades - toutes ces formes de lutte se croisent ou se côtoient, se traversent ou débordent l'une sur l'autre c'est un océan de phénomènes éternellement nouveaux et fluctuants. Et la loi du mouvement de ces phénomènes apparaît clairement elle ne réside pas dans la grève de masse elle-même, dans ses particularités techniques, mais dans le rapport des forces politiques et sociales de la révolution. La grève de masse est simplement la forme prise par la lutte révolutionnaire et tout décalage dans le rapport des forces aux prises, dans le développement du Parti et la division des classes, dans la position de la contre-révolution, tout cela influe immédiatement sur l'action de la grève par mille chemins invisibles et incontrôlables. Cependant l'action de la grève elle-même ne s'arrête pratiquement pas un seul instant. Elle ne fait que revêtir d'autres formes, que modifier son extension, ses effets. Elle est la pulsation vivante de la révolution et en même temps son moteur le plus puissant. En un mot la grève de masse, comme la révolution russe nous en offre le modèle, n'est pas un moyen ingénieux inventé pour renforcer l'effet de la lutte prolétarienne, mais elle est le mouvement même de la masse prolétarienne, la force de manifestation de la lutte prolétarienne au cours de la révolution. A partir de là on peut déduire quelques points de vue généraux qui permettront de juger le problème de la grève de masse..."

 
Publié le 20 février 2009